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Jetzt Aktuell: Das neue Strahlenschutzgesetz

Das neue Strahlenschutzgesetz von 2017 ermöglicht für die Gebäudenutzer noch wirksameren Schutz vor Radon. So werden sie künftig besser vor den schädlichen Auswirkungen von Radon und seiner Strahlung sowie vor den Zerfallsprodukten geschützt. Der Schutz erstreckt sich sowohl auf den Alltag als auch auf den Arbeitsplatz. Das Gesetz sieht Neuregelungen für die natürliche Radioaktivität aus Radon vor.

Das Strahlenschutzgesetz:

Die Umsetzungsfrist für die Euratom-Richtlinie 2013/59/Euratom endete im Februar 2018. Federführend ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Das Strahlenschutzgesetz wurde am 28. April 2017 bereits im Bundestag beschlossen. Im weiteren Verlauf des Jahres 2017 müssen noch weitere Regelungen auf Verordnungsebene erarbeitet werden und in 2018 werden neben dem StrlSchG noch eine Vielzahl an Verordnungen rechtskräftig werden.

Bauplan

Illustration Radon in Gebäuden

Quelle: fotolia

Zu den Neuerungen zählen Regelungen zum natürlich vorkommenden radioaktiven Edelgas Radon, das sich in Gebäuden anreichern kann und nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs ist. Zum Schutz der Bevölkerung wurde ein Referenzwert für Aufenthaltsräume und Arbeitsplätze festgelegt, an dem sich Messpflichten, Maßnahmen zum radongeschützten Bauen oder Sanierungen orientieren müssen.

Fachwerkhäuser

Erdaushub

Quelle: fotolia

Radon ist ein natürliches radioaktives Edelgas. Es ist geruch-, geschmack- und farblos ist und entsteht vor allem im Erdreich und in Gesteinen, also überall dort, wo sein Mutternuklid Radium (Ra) vorhanden ist. Radon-Quellen können auch Baumaterialien sein.

Erdreich

Gestein

Illustration Bauen und Planen

Quelle: fotolia

Aus dem Baugrund gelangt Radon einerseits ins Freie, ins Grundwasser und auch in Gebäude. Erhöhte Radonkonzentrationen vor allem über 100 Bq/m3 (gemessen in der Radon-Aktivitätskonzentration: Bq/m3) in der Atemluft können zu deutlichen gesundheitlichen Belastungen und Problemen führen.

Radon-Messungen im Baugrund:

  • Sie planen den Kauf eines Grundstücks? 
  • Sie wollen ein Baugebiet ausweisen? 
  • Sie haben ein Grundstück und wollen mit dem bauen beginnen?
Maßnahmen zum präventiven Radonschutz im Neubau sichern bestmöglich, nachhaltig und dauerhaft den Radoneintritt aus dem Baugrund/Untergrund ins Gebäude/in die Gebäude zu verhindern. Vor der Planung und Durchführung von technischen und baulichen Maßnahmen zum radonsicheren bzw. radongeschützten Bauen (Präventiv-Radonschutz) kann eine Bewertung des geogenen Radon-Potenzials des Baugrundes bzw. Neubaugebietes erfolgen. Ausschlaggebend ist das Messen der Radonaktivitätskonzentration in der Bodenluft sowie vor allem die Gasdurchlässigkeit des Bodens und der dortige Radiumgehalt.

Großbaustelle

Bauplanung

Unser Leistungsangebot für Sie:

  • Vorerkundungen, Ortseinsicht, Vorprüfungen, orientierende Messungen, Soil-Check
  • Bodenluft-Messungen der Radon-Konzentration im Baugrund (Erdreich) oder im Neubaugebiet
  • Bewertung des geogenen Radonpotenzials im Baugrund oder Neubaugebiet
  • Empfehlung möglicher Schutzmaßnahmen (präventive Radonbarrieren, technisch-baulicher Radonschutz etc.)
  • Beratung der Bauherren, ihrer Planer/Architekten, Unterstützung von Bauträgern, Bauleitern usw.
  • Begleitende und/oder nachträgliche Kontrollmessungen der Radon­Aktivitätskonzentration
  • Coaching, Radonabnahmemessungen, Radon-Remidiation-Certificate
  • Erstellung eines Gebäude-Radon-Passes (für Wiederverkauf, Nachweis „Radon-Schadstoff-Reduziertes Haus“)

Ziehen einer Bodenprobe

Radon-Messgerät

Das Einatmen von Radon in die menschliche Lunge zählt neben dem Rauchen zu den größten Gesundheitsrisiken, an häufig tödlichen Lungenkrebs zu erkranken. Manchmal reichen schon kleine bauliche/technische Gegenmaßnahmen aus, um den Radongehalt in der Gebäudeinnenluft zu reduzieren……..und damit das Erkrankungsrisiko deutlich zu verringern.

Was ist Lungenkrebs?

Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) geht meist aus den Zellen der unteren Atemwege (Bronchien) hervor. Mediziner unterscheiden bei diesem Karzinom vor allem eine kleinzellige und eine nicht-kleinzellige Form. Kleinzellige Bronchialkarzinome wachsen rasch und bilden häufig Metastasen aus. Metastasen sind Tochtergeschwulste in anderen menschlichen Organen. Diese Karzinomform kommt jedoch nur in 20 % der Krankheitsfälle vor. Acht von zehn Patienten haben ein „nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom“.

Illustration Diagnose Lungenkrebs

Frau fasst sich an die Brust

Lungenkrebs ist bei Männern in Deutschland die zweit-, bei Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung. Die radioaktiven Schwermetallisotope sammeln sich beim Einatmen von Radon oder Rn-Aerosolen in der menschlichen Lunge an und bleiben dort! Man verstrahlt von Innen heraus. Deshalb ist es wichtig, Radon nicht erst in die Gebäude eindringen zu lassen oder die Radon-Konzentrationen in den Gebäuden deutlich zu reduzieren.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt das gesundheitliche Risiko einer Krebserkrankung ab Radon-Konzentrationswerten von 100 bis 200 Bq/m3. Pro weitere 100 Bq/m3 steigt das Krebsrisiko um weitere 10% an. Laut Umweltministeriums gehen ca. 7% der Lungenkrebserkrankungen in der BRD auf Radonstrahlung zurück. Gemäß Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) entspricht das ca. 1.900 -2000 Todesfälle in Deutschland pro Jahr. In Kombination mit Rauchen (z.B. Zigarettenrauch) erhöht sich das Krebsrisiko überproportional. Ca. 30-40 % der durch Strahlenbelastung verursachten Krankheiten in Deutschland sind auf die Radon Gasbelastung in Innenräumen von genutzten Gebäuden zurückzuführen.

Die gesundheitlich notwendige Radonkonzentration-Reduktion in Ihrem Gebäude kann durch unsere Radonsanierungen erfolgen. Durch unsere Radonsanierung Ihres Gebäudes wird Ihr gesundheitliches Risiko reduziert.

Illuatration Atemorgan

Metapher Schutz des Hauses

Quelle: fotolia

Illustration Radioaktiv

Illustration Radon-Würfel

Sie können aber auch selbst Messungen vornehmen. Wir sagen Ihnen wie: 
www.radonschutz.biz
Messung:
In vor allem schlecht belüfteten Kellern, Häusern und Wohnungen (meist Erdgeschoss) und bei anderen tiefliegenden Räumen, z.B. Souterrain-Wohnungen, aber auch in Garagen, Hausbrunnen etc., sammelt sich Radon z.T. in gesundheitlich gefährdender Konzentration an. Besonders Wohnungen in Bergbaugebieten (Erzgebirge, Schwarzwald, Harz, Murtal) weisen starke Radonbelastungen von teilweise über 10.000 Bq/m3 auf. Radon-Gas ist geruchs-, farb- und geschmacklos und deshalb mit den menschlichen Sinnen nicht zu erfassen. Es lässt sich nur mittels Messgeräten und Messungen in der Atemluft feststellen.
Aktive Messungen:
Aktive Messungen erfolgen meist mit zeitauflösenden Radon-Messgeräten, teilweise mit integrierten Ansaug- oder Pumpsystemen. Mit diesen Geräten lassen sich auch die Radoneintrittspfade finden (Radon-Sniffing). Messungen sollten wenn möglich über den Zeitraum von einem Jahr wiederholt durchgeführt werden. Da die Radon-Aktivitätskonzentration im Winter höher ist als im Sommer, benötigt man ein aussagekräftiges Jahresmittel zur Bewertung des StatusQuo.

Radon-Messgerät

Radon-Messung

Passive Messungen:
Radon-Kernspurdosimeter oder Radon-Passivsammler sind Plastikdosen, die wir Ihnen per Post zusenden. Sie müssen dann in Ihrem Gebäude/Wohnung/Büro aufgestellt werden. Nach der Langzeitmessung (mind. eine Heizperiode und wenigstens 1 Jahr) werden sie in einer akkreditierten Auswertestelle (Labor) ausgewertet. Danach erhalten Sie das Ergebnis der Messung.

Radon-Kernspurdosimeter

Radon-Passivsammler

Radon-Passivsammler